Den Tisch decken für demenziell erkrankte Menschen

Der gedeckte Tisch

Die AOK Rheinland/Hamburg richtete 2016 eine  Musterwohnung für Demenzkranke ein. An dieser Stelle nahm ich dieses Bild auf.

In der Küche stand ein gedeckter Tisch. Dieser zeigt exemplarisch wie ein Tisch gedeckt sein sollte bzw. nicht gedeckt sein sollte.

Der Tisch sollte nicht überladen sein. Blumen, werden eventuell gegessen, und Deko gehören nicht auf den Tisch. Benutzen Sie Stoffservietten statt Papierservietten.

Setzen Sie farbliche Akzente, aber übertreiben Sie nicht. Weniger ist besser als mehr. Zuviel kann wiederum verwirren. Stellen Sie nur das Notwendigste auf den Tisch.

Eine Blumenkohlcremesuppe wird auf einem weißen Teller nicht erkannt und Tomatensauce auf einem roten Teller.

In ein Glas gehört kein Wasser. Das Glas ist durchsichtig und das Wasser auch. Demenzkranke Menschen erkennen nicht, dass das Glas voll ist. Wenn Sie Gläser benutzen, dann schütten Sie bitte eine farbige Flüssigkeit ein. Wenn das Trinken nicht mehr aus einem einfachen Glas geht, so gibt es spezielle Becher (*), die das Trinken  erleichtern.

Auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sehen nicht alles, was Sie auf dem Teller servieren. Vielleicht sehen sie nur, was sich rechts, links, mittig, oben oder unten auf dem Teller befindet und lassen deswegen die Hälfte liegen. Sie sehen nur einen kleinen Ausschnitt. Ihre sprachliche Anweisung: “Auf 9:00 Uhr liegen die Kartoffeln, von 12:00 bis 15:00 Uhr der Rote Beete Salat und von 3 bis 9 der Grünkernpuffer auf 7 Uhr liegt der Dipp mit Knoblauch!”

So werden Sie und auch ihr Familienmitglied wieder glücklich. Ruhe kehrt bei den Mahlzeiten wieder ein.

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