Was ist Demenz?

Schon in der Antike und im Mittelalter beschrieben Schriftsteller die Symptome einer Demenz. Demenz ist eine psychiatrisch-neurologisch Erkrankung und bedeutet soviel wie „Unvernunft“ oder „Verlust des Verstandes“. Diese Erkrankung trifft den Betroffenen, die Familie und das gesamte Umfeld hart.

Alt zu werden ist gar nicht so schlecht, wenn meine leichte Vergesslichkeit nicht wäre. Sie sind nicht dement, wenn Sie Ihren Schlüssel oder das Portemonnaie mal suchen. Vergesslichkeit hat nichts mit Demenz zu tun.

Gedanken sollten Sie sich machen, wenn Sie Ihre Brille im Kühlschrank wiederfinden und die gewaschene zusammengelegte Wäsche in der Tiefkühltruhe. Sie kämmen sich mit der Zahnbürste die Haare oder ziehen die Unterhose über den Kopf… Bei der Demenz funktioniert das Kurzzeitgedächtnis (KZG) nicht mehr. Das intellektuelle Gedächtnis nimmt ab.

Ich merke, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt, laufe zum Arzt und suche verzweifelt die Lücken aufzufüllen.

Mir fällt der Name meines Nachbarn nicht mehr ein. Ich grüße schnell und laufe an ihm vorbei, damit er mich ja nicht anspricht. Oder ich verstecke mich hinter dem Fliederbusch bis der Nachbar reingeht. Er sieht mich nicht.

Ich verstehe nicht mehr, was er mir sagen will. Ich antworte „Ja“ – „Nein“ – „Es geht so.“… Ich merke, dass er mich verwundert ansieht. Ich husche schnell vorbei oder verstecke mich hinter dem Busch. Dann sieht er mich nicht.

Ich schaue durch den Spion meiner Wohnungstür: „Ah, ich kann raus. Es ist keiner da! Ich muß nicht grüßen!“

Ich gehe aus dem Haus einkaufen. Mein Einkaufsnetz habe ich dabei. Was steht da an der Haustüre? „Schlüssel – Portemonnaie – Mantel mitnehmen“ – Also mitnehmen! …

Bei der Demenz erfolgt ein Verlust geistiger Fähigkeiten (Gedächtnis, Kombinieren, Schlussfolgern…), der Sprache. Die Krankheit beginnt schleichend. Die Erkrankung ist chronisch und der Verlauf fortschreitend. Die Persönlichkeit, das Verhalten und die emotionale Kontrolle verändern sich. Das soziale Umfeld nimmt oft Abstand. Der pflegende Angehörige verliert einen Großteil seines Freundeskreises. Er steht alleine da und ist überfordert.

Jeder hat seine persönliche Demenz. Das heißt, dass der Verlauf einer Demenz immer unterschiedlich ist, ebenso der Verlauf bei den verschiedenen Demenzformen.

Bereits ein einmaliger Schaden z.B. ein Schlag auf den Kopf kann bereits eine Demenz begründen. Schnell zum Tode führt die Demenz bei der Creutzfeld-Jakob-Erkrankung. Andere Formen beginnen für jeden sichtbar z. B. mit der Veränderung der Persönlichkeit…

Bei einer ärztlichen Diagnose müssen die Symptome mindestens 6 Monate existieren. Erkrankungen wie Delir, Depression, angeborene Intelligenzminderung, organische Erkrankungen müssen differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden. Vorangegangene und aktuelle Testergebnisse werden verglichen.

Am Anfang der Erkrankung stehen oftmals visuell-räumliche Störungen. Je nach Demenztyp treten weitere Symptome auf.

  • Amnesie

Der Mensch verliert seine Erinnerungen, seine persönliche Lebensgeschichte. Der Betroffene erkennt seine Familie und sich selber auch nicht mehr auf dem Foto. Das Umfeld wird immer fremder und angsteinflößend.

  • Verlust der Abstraktionsfähigkeit
  • Störung bei Entscheidungen (=Urteilsvermögen gestört)
  • visuell-räumliches Denken
  • Aphasie (Verlust der Sprache…)
  • Agnosie Unfähigkeit zur bewussten Verarbeitung von Sinneseindrücken, dem Eindruck wird keine Bedeutung mehr zugeordnet
  • Apraxie Störung vom gezielten Einsetzen und Planen von Bewegungsabläufen z.B. dem Telefonieren, Kaffee trinken, Störung des Gebrauchs von Gegenständen z.B. Socken werden zu Handschuhen.
  • Verlust der emotionalen Kontrolle Wahrnehmungen und Gefühle verändern sich. Diese sind starken Schwankungen unterlegen. Der Pflegende wird sehr stark gefordert. Oft kommt er mit dem teilweise nicht nachvollziehbaren raschen Wechsel der Gefühle nicht zurecht
  • Motivation und Antrieb: Der Antrieb kann reduziert oder gesteigert sein. Der Erkrankte wird zum Beispiel beim Arbeiten schnell abgelenkt. Im Verlauf der Krankheit kann es zu schnellen Ermüdbarkeit, Verlangsamung und Apathie kommen.
  • Alexie, Agraphie, Akalkulie: Der Erkrankte kann nicht mehr Lesen, Schreiben, Rechnen. Die Fähigkeit zu unterschreiben, bleibt länger erhalten.
  • Anosognosie: Der Erkrankte erkennt seine Erkrankung und die damit verbundenen Funktionsstörungen nicht.

 

Das Wort Demenz ist ein Oberbegriff. Das heißt, dass Demenz nicht gleich Demenz ist. Jede Demenz hat ihre eigene Ursache.

Behandelbar und teilweise umkehrbar ist ein Teil der demenziellen Erkrankungen. Symptomatische Demenzen werden diese genannt. Diese werden mit Hilfe der Differentialdiagnostik bestimmt.

Diese können entstehen durch:

  • Medikamentenvergiftung
  • Tumor
  • Diabetes Mellitus
  • Vergiftungen (Aluminium, Lösungsmittel…)
  • Lebererkrankungen
  • Missbrauch von Genuss- und Suchtmitteln (Alkohol und Drogen)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Enzephalitis
  • Nebennierenerkrankungen…

Auch können Medikamente eine Demenz vortäuschen.

 

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2 Kommentare über “Was ist Demenz?

  1. Ich hab keine konzentration um schreibung-die buchstäber ich mischen.Zbs.wenn brauche “g”zum drucken,ich drucke”h”.Dies ist nicht selten aber oft.
    Das macht mir sehr viel Sorgen!
    Mot f.
    Begrūßen!

    • Lieber Mustafa,

      aus der Ferne eine Diagnose zu stellen ist natürlich ein wenig schwierig.

      Ich vermute mal, dass du schon in der Schule massive Rechtschreibprobleme hattest und

      keine gute Förderung erhalten hast.

      Das Thema Konzentration hängt an verschiedenen Themen.

      Ernährung, Rauchen, Alkohol, Drogen, Stress, wenig Schlaf, andere Einflüsse

      Krankheit

      Da ich dich nicht kenne, fange mal mit Meditation und Sport an, höre entspannende Musik und

      fahre dich runter!

      Weiters schaue mal auf diese Seite und

      mache mit!

      http://www.gfg-online.de/training/

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