Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel im Alter und bei Krankheit

Hilfsmittel

Hilfsmittel werden bei Krankheit benötigt. Im altenpflegerischen Bereich liegt die Versorgung hauptsächlich bei den Krankenkassen und den Pflegekassen.

Was ist der Unterschied?

Aufgaben der Krankenkassen ist die Erhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung der Gesundheit ihrer Mitglieder.

Deshalb versorgen die Krankenkassen ihre Kunden nur mit Hilfsmitteln, die erforderlich sind zur Sicherung der Behandlung, dem Vorbeugen einer Behinderung oder um Behinderungsnachteile auszugleichen. Die Hilfsmittel dürfen keine alltäglichhen Gebrauchsgegenstände sein wie z.B. ein elektrischer Dosenöffner, Elektromesser…

Hilfsmittel der Krankenkassen sind z.B. Gehwagen, Duschstühle, Badewannenlifter, Toilettensitz… Der GKV-Spitzenverband hat einen Hilfsmittelkatalog herausgegeben, der über 15.000 Produkte umfasst.

Meine Empfehlung bestellen Sie nie aus dem Katalog, sondern schauen Sie sich das gewünschte Hilfsmittel vor Ort an. Kann ich es benutzen? Passt es in meine Wohnung? Ist es leicht zu bedienen? Ist es zu schwer? Fühle ich mich bei der Benutzung sicher?

Der Arzt verordnet die Hilfsmittel. Er stellt ein Rezept aus, auf dem die genaue Diagnose steht. Mit diesem Rezept geht man zum Beispiel zu einem Sanitätshaus. Das weitere Vorgehen wird von den Mitarbeitern veranlasst. Oft fällt eine Verleih-/Rezeptgebühr an. Inwiefern sie anfällt, hängt teilweise von den jeweiligen Kranken-/Pflegekassen und den Verträgen, die sie mit dem Lieferanten abgeschlossen haben, ab.

Pflegehilfsmittel

Was sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel erleichtern in der Regel die Pflege. Sie werden vom Pflegenden eingesetzt. Als Beispiele wären hier zu nennen Steckbecken, Urinflasche, saugende Bettschutzeinlagen, Hausnotruf, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel… Die Pflegekassen sind für die Versorgung und Kostenübernahme nur im häuslichen Bereich zuständig.

Der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) berichtet nach der Begutachtung und Feststellung des Pflegegrades den Pflegekassen über möglichen Hilfebedarf.

Ich benötige für meinen Angehörigen ein Pflegebett. Er hat einen Pflegegrad. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für das Bett. Der erste Weg führt zum Hausarzt. Er verschreibt es. Ich erhalte ein Rezept auf dem eine Diagnose steht. Ohne passende Diagnose gibt es kein  Pflegebett. Ich suche mir ein Sanitätshaus aus und gebe das Rezept ab. Der Mitarbeiter erklärt mir den weiteren Vorgang. Er klärt die Kostenübernahme. Dann vereinbart mit mir den Termin für die Lieferung und das Aufstellen des Bettes. Die Handhabung wird mir nach dem Aufstellen erklärt. Bei Reklamationen wende ich mich an den Lieferanten hier das Sanitätshaus.

TIPP: Deshalb empfehle ich einen Lieferanten aus der Umgebung. Bei Rückfragen und Reklamationen sind sie direkt für Sie da. Verlangen Sie eine Einweisung und eine Probenutzung.

Leih-/Rezeptgebühren können anfallen. Bei meiner Pflegekasse ist ein Pflegebett kostenfrei. Intern überprüft die Pflegekasse eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Nur für Verbrauchshilfsmittel benötigen Sie kein ärztliches Rezept. In der Regel steht der Bedarf im Bericht des Medizinischen Dienstes  oder in den regelmäßigen Berichten des ambulanten Dienstes. Sie erhalten eine Bedarfsbescheinigung und bestellen. Der Lieferant rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Monatlich bis zu 40 € erhalten Sie für Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, saugfähige Bettschutzeinlagen…

Sprechen Sie mit Ihrer Kranken-/Pflegekasse über die benötigten Hilfsmittel. Sie werden gut beraten. Die Leistungen zwischen den Kassen fallen teilweise unterschiedlich aus. Die Kranken- und Pflegekassen unterliegen dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. Sie sorgen dafür, dass nur Leistungen/Hilfsmittel eingesetzt werden, die wirksam sind und nur im notwendigen Umfang in Anspruch genommen werden.

 

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4 Kommentare über “Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel im Alter und bei Krankheit

  1. Die Idee mit dem Pflegebett ist mir aufgefallen. Vielen Dank! Für unseren Neffen wäre solch eines benötigt. Er ist nach der Operation in seinen Bewegungen begrenzt, dadurch könnte man ihm eine gute hilfe leisten.

  2. Die Tipps u den Pflegehilfsmitteln kommen uns mit meiner Schwester zur rechten Zeit! Vielen Dank dafür! Der Vater braucht ambulante Hilfe zurzeit und zusammen mit der Schwester teilen wir alle Kosten dafür bis heute.

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